Levi – der sanfte Riese

Das besondere auf dem Berg Levi ist es, die eingeschneiten und eingefrorenen, vom Wind verprassten Bäume zu finden. Und hier zudem auf Polarlicht zu treffen war immer mein Traum. Dieser Polarlichtfotografie-Traum sollte hier in Lappland erfüllt und übertroffen werden – denn zu den Polarlichern strahlte auch noch der Vollmond.

Der Skiort Levi

Levi in Finnisch-Lappland ist ein bekannter Skiort, in dem auch Alpin-Weltcup-Veranstaltungen stattfinden.
Der Berg Levi ragt mit 531 Meter Höhe auffallend und majestätisch aus der flachen, mit Nadelwald bewachsenen Landschaft hervor. Auf einzigartige Weise lässt sich hier (nachhaltiger und respektvoller) Wintersport mit Einsamkeit und Polarlicht verbinden.
Eine Nacht im Glasiglu oder einem tatsächlichen Eis-Iglu im Igludorf in Lainio machen den Besuch in finnisch-Lappland zu einem wirklichen Abenteuer voller Natur, Reinheit, alten Bräuchen und neuen Entdeckungen. Die Übernachtungsmöglichkeiten sind vielzählig – zum Beispiel in einem der schönen Blockhäuser aus Kelo-Holz mit entspannender und wärmender Sauna. Eine Sauna findet man hier übrigens in fast jeder Unterkunft.
In Levi gibt es zudem beste Restaurants, die mit einheimischen Gerichten von Königskrabbe über Rentier bis hin zu internationalem Essen wie Sushi wirklich alles bieten. Auch als Vegetarierin bin ich meistens sehr schnell fündig geworden. 

Ein heiliger Ort

Manchmal lässt der (Wintersport-)Trubel rund um Kittilää, Levi und Sirkka vergessen, dass es sich bei dem Berg Levi um einen sehr geehrten Berg des indigenen Volkes der (Wald-)Sámi handelt. Ihm mit Respekt zu begegnen, ist eine Selbstverständlichkeit.
Wenn du den Berg aus der Ferne über den Nadelwäldern aufragen siehst, spürst du vielleicht auch eine leise Andacht und vielleicht kannst du fühlen, wie es war, als früher die Samen mit ihren Rentieren von den Sommerweiden zurück in die südlichere Gebiet gezogen sind und den Berg erblickten.

Polarlichter fotografieren

Levi liegt 170 Kilometer nördlich vom Polarkreis, womit die Chancen auf Polarlicht-Nächte bei wolkenfreiem Himmel sehr gut stehen.
Es gilt zu beachten, so wenig Streulicht wie möglich zu haben und selbst möglichst keins zu produzieren. Einen geeigneten Platz findest du oben bei der Gipfelstation der Skianlagen, dort kommst du am besten mit einem Mietwagen hin (ein Mietwagen ist absolut empfehlenswert, wenn du eigenständig auf Polarlicht-Suche gehen und unbeschränkt viel Zeit mit deiner Kamera draußen verbringen willst).

Mit Umsicht und Vorsicht

Vorsicht, falls du dich am Rand einer Piste bewegst – eine Stirnlampe ist hier Pflicht um die Pistenbullys auf deine Anwesenheit aufmerksam zu machen. Und bitte vorsichtig – nachts nicht auf Pisten laufen – die Pistenbullys werden oft an Stahlseilen gesichert, welche schnell auf Spannung kommen können.
Auf dem Berg Levi kann es häufig sehr windig sein – deshalb auch die schönen Schneeformationen an den Bäumen 🙂 Beachte den Schutz deines Gesichtes und deiner Finger.
Achtung!  Wind-Chill-Effekt. Oft lässt die Polarlicht-Faszination die Kälte in Vergessenheit geraten – ein Foto ist die Schmerzen nach Erfrierungen allerdings selten wert. Daher immer an richtige, warme Kleidung und rechtzeitiges Wieder-Aufwärmen denken!

Tipps für Hoch-X

Für Hochsensible:
Levi kann trubelig wirken – Achte auf eine ruhige Unterkunft und genügend Auszeiten.Stell dich auf Motorschlitten an fast jeder Ecke ein 😉
Im Ort findet auch mal Party statt – genieß es, wenn du das gut kannst, aber achte auf dein Gefühl und respektiere deine Bedürfnisse.

Für Hochsensitive:
Ich spüre auf dem Berg Levi eine besondere Energie – angenehm sanft. Vielleicht ist auch für dich dieser Ort ein Kraftort.

Author

Write A Comment

X
X